Versos German Friedrich Rückert Gleichwie der Kiebitz, der unbänd'ge Schreier

German poem

Gleichwie der Kiebitz, der unbänd'ge Schreier

by (1788–1866)

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Gleichwie der Kiebitz, der unbänd'ge Schreier, Um zu verhüten, daß nicht seine Läger Durch seine Schuld an den verschmitzten Jäger Verraten werden, oder an den Geier,

Von weitem, scheu um den geliebten Weiher, Wo er sein Nest hat, streifend, zieht in schräger Umkreisung seinen Flug, bis ins Geheg' er Sich senkt auf seine Jungen oder Eier;

So kreist, im Zauberwirbel hingezogen, Mein Geist mit sehnsuchtmüden Flügelspitzen Ums Haus der Lieb' an stillen Wasserborden,

Stets näher rückend in stets engern Bogen, Bis unaufhaltsam er sich stürzt gleich Blitzen Heiß auf das Nest, das kaum erst kalt geworden.