German poem
O könnt' ich doch mit einem Schlag zerbrechen
by Friedrich Rückert (1788–1866)
O könnt' ich doch mit einem Schlag zerbrechen All das Geräte, das zu meinem Schaden Ersonnen ist, die Hacken, Hauen, Spaten, Die Schaufeln, Gabeln, Sensen, Sicheln, Rechen.
Die plumpen, die sich jetzt so oft erfrechen, Die Arme meines Mädchens zu beladen, Wo draußen Regenström' ihr Haar bald baden, Des Mittags Gluten bald ihr Antlitz stechen;
Derweil ich traurig sitze wie im Bauer Der Gimpel, der entbehrt sein täglich Futter, Weil's Nacht wird und ich sie noch nicht gesehen.
Und kommt sie, ach, so kommt erst meine Trauer, Weil sie nun müd' und gähnend fragt die Mutter, Ob sie nicht gleich, weh' mir, zu Bett darf gehen.
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