Versos German Gerrit Engelke Die Fabrik

German poem

Die Fabrik

by (1890–1918)

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Düster, breit, kahl und eckig Liegt im armen Vorort die Fabrik. Zuckend schwillt, schrill und brutal Aus den Toren Maschinen-Musik.

Schlot und Rohr und Schlot und Schlot, Heißdurchkochtes Turmgestein, Speien dickes Qualmgewölk Ueber traurigstarre Häuser, Straßenkot.

Tausend Mann, Schicht um Schicht, Saugt die laute Arbeits-Hölle auf. Zwingt sie all in harte Pflicht Stunde um Stunde.

Bis der Pfiff heiser gellt: Aus offnem Tore strömen dann Mädchen, Frauen, Mann und Mann – Blasses Volk – müde – verquält –

Schläft der Ort –: glüh und grell Schreit aus hundert Fenstern Licht! Kraftgesumm, Rädersausen, Qualm durchbricht Roh und dumpf die Nacht –

Tag und Nacht: Lärm und Dampf, Immer Arbeit, immer Kampf: Unerbittlich schröpft das Moloch-Haus Stahl und Mensch um Menschen aus.