German poem
Frühlingstrunken
by Gustav Falke (1853–1916)
Heute hat es zum erstenmal Über die jungen Knospen gewittert, Heut hat im Garten zum erstenmal Um die Erdbeerblüten ein Falter gezittert.
Ich laufe die Steige auf und ab, Wie von jungem Weine trunken. Über mir, blankflügelig, Schießen die Schwalben wie Sonnenfunken.
Es ist eine Freude in mir erwacht, So muss es im Mark des Bäumchens glühen, Das dort, wie selig, im Winde sich wiegt Und will bald blühen, bald blühen!