German poem
Winterwald
by Gustav Falke (1853–1916)
Wo ist der lustige Waldvogelsang Und das spielende Laub? Verweht, Was ist das für ein fremder Klang, Der im Wald umgeht?
Das ist die Axt, die frisst am Holz Seit Wochen sich satt, o weh! Da liegt nun mancher grüne Stolz, Ein toter Held, im Schnee.
Was in Lüften gelebt und mit Wetter und Wind Manch trotzigen Strauß bestand, Jetzt biegt es und knickt es ein hungernd Kind Und bindet's mit frierender Hand.
Auf ärmlichem Herd ein Funkentanz Und ein Knistern. Verglüht, versprüht! Und war einmal ein grüner Kranz Und ein Glück. Wo blieb es? Verblüht.