Versos German Hafis Ein paar Gläser fand ich gestern

German poem

Ein paar Gläser fand ich gestern

by (1326–1389)

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Ein paar Gläser fand ich gestern Unverhofft zur Morgenstunde,

Und der Wein in ihnen schmeckte Süss mir, gleich des Schenken Munde.

Zu dem holden Weibe: »Jugend,« Das ich lange schon verstossen,

Wollt' im Rausch ich wiederkehren: Doch die Scheidung blieb beschlossen.

Fern von jenem trunk'nen Auge Wollt' ich einen Winkel finden:

Aber seine krumme Braue Machte die Geduld mir schwinden.

Traumausleger, deute Gutes! Theilte doch mit mir die Sonne

In des Morgens süssen Schlummer Gestern des Vereines Wonne.

Wo ich je noch hingekommen Auf des Pfades Stationen,

Mussten Heil und Augenspiele Immer abgesondert wohnen.

Reich' mir Glas auf Glas, o Schenke, Denn die auf dem Pfade wallen

Und nicht liebend hingekommen, Sind der Heuchelei verfallen.

Eben als die Hand Hafisens Dieses wirre Lied geschrieben,

Wurde sein Gedankenvogel In der Sehnsucht Netz getrieben.