Versos German Hafis Schöner als der Gau der Schenke

German poem

Schöner als der Gau der Schenke

by (1326–1389)

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Schöner als der Gau der Schenke Ist fürwahr kein Ort:

Fände doch mein greiser Scheitel Ein Asyl einst dort!

Was mit Inbrunst ich verlange, – Wesshalb bärg' ich's dir?

Ist ein Fläschchen Wein, ein Schöner, Und ein Lustrevier.

Meine Heimath ist der Schenke Frohes Vaterland,

Und mein Rai ein Rai der Götzen: Hab' ich nicht Verstand?

Was behauptest du, im Tempel Sei kein Thor gleich mir?

Nur ein zweigesicht'ger Wüstling Äussert so sich hier.

Sei bescheiden, da nicht Jeder Altklug sprechen kann:

Nur ein Rai ist es im Stande Oder ein Brăhmān.

Du nur füllest mir, o Götze, Des Gemüthes Raum;

Du allein bist meine Sorge: And'rer acht' ich kaum.

Habe Mitleid mit dem wüsten, Leidenden Hafis,

Denn es folget ja ein Morgen Auf das Heut' gewiss.