German poem
Seit der Gram um Ihn mein Herz bewohnet
by Hafis (1326–1389)
Seit der Gram um Ihn mein Herz bewohnet, Ist Sein Haar nicht schwärzer als mein Sinn; Seine Feuerlipp' ist Lebenswasser, Feuer sprüht sein Wasser auf mich hin. Eifrig sucht der Huma meines Strebens Lebenslang schon jenes Hohen Spur; Seine Hochgestalt ist's, die ich liebe: Denn Verliebte suchen Hohes nur. In dem Schatten Seiner Huld nur lebend. Ward ich dessen nun beraubt. Warum? Ambradüfte haucht der Morgen heute: Treibt mein Freund sich auf dem Feld herum? Meines Augenmeeres Thränen fassen Eine Welt in Perlen hell und reich. Hoch, Zipresse, stieg der Ruf Hafisens, Der Beschreibung deines Wuchses gleich.