German poem
Augenraub
by Hanns von Gumppenberg (1866–1928)
Hoch ruht die Bergeshalde, Darunter ruht der Wind, Die Zweige hangen herunter, Darunter ruht ein Kind.
Sie sitzt im Thymiane, Sie sitzt in lauter Duft, Sie sitzt im Fliegenschwarme Und schaut nur in die Luft.
Die Lerchen lachen von ferne – Wer hätt’ es nur geglaubt? Sie hat die grünen Augen Der Waldesfee geraubt.
nach Theodor Storm