German poem
Moritz
by Hanns von Gumppenberg (1866–1928)
Seh’ ich einen jungen Freier, Wird mir immer unerquicklich Wie bei einer Leichenfeier; Aber Moritz ist sehr glücklich.
Stolzbefrackt am Traualtare Läßt er heute sich beschauen, Denn er glaubt, reelle Ware Sei’n die wunderschönen Frauen.
Frisch gekauft im ersten Vorwitz Sind sie zum Entzücken freilich: Aber später, armer Moritz – Später werden sie abscheulich.
nach Heinrich Heine