German poem
Nächtlicher Gang
by Hanns von Gumppenberg (1866–1928)
An dem öden Schilfgestade Streift der finst’re Jäger hin, Denkt nicht mehr an Himmelsgnade, Brütet schwarzen Höllensinn.
Manchmal schielt mit krassem Lachen Er nach seiner Büchse Lauf: Mitternächt’ge Donner krachen, Und verzweifelnd schreit er auf!
Ach, er hat sein Lieb verloren, Und sein Herz ist todeswund; Trauernd, mit gesenkten Ohren Schleicht ihm nach sein dunkler Hund.
nach Nikolaus Lenau