German poem
Ich bringe wieder her und über mein Verhoffen
by Hans Assmann von Abschatz (1646–1699)
Ich bringe wieder her und über mein Verhoffen In diß betrübte Land der siechen Glieder Last/ Den Tod/ den ich gesucht/ hab ich nicht angetroffen/ Ich habe mir umsonst zum Sterben Mutt gefast; Weil ich/ mein süsser Tod/ von dir entfernt gewesen/ So hab ich nicht gekönnt noch sterben noch genesen. Das macht dein edles Bild/ in meine Brust gepräget/ Das ich in deine Hand zu lieffern schuldig bin. Schau deinen Knecht/ der sich zu deinen Füssen leget: Nimm diesen edlen Schatz samt meinem Hertzen hin. Ich sterbe wohl vergnügt/ ich sterbe gnung beklaget/ Wenn nur dein Mund/ Ade du treue Seele/ saget.
More by Hans Assmann von Abschatz
- Ich bin ein schwacher Mensch- geneigt zu Fall und Gleiten
- Ich bin in deinem Dienst gar spät und träg' erschienen
- Ich bin zwar Sünden-voll- doch wiltu bey mir bleiben
- Ich borgte/ du bezahlst/ ich reizte- du versühnst
- Ich finde mich im Mittel meiner Schmertzen
- Ich fürcht- es ist zu hoch: Doch besser hochgestiegen
- Ich kan nicht lustig seyn- mein traurig Hertze weinet
- Ich kan zwar Drey und Eins mit Sinnen nicht begreiffen