German poem
Schlaf- angenehmes Kind der stillen Nacht
by Hans Assmann von Abschatz (1646–1699)
Schlaf/ angenehmes Kind der stillen Nacht/ Arzt der von Müdigkeit erstorbnen Geister/ Des Kummers Feind und Tod/ der Sorgen Meister/ Warum halt ich allein in meinem Bette/ (Das mir der Unruh Grab soll seyn) die Wette/ Mit tausend Sternen an dem Himmel Wacht
Wo ist dein süsses Thun/ die stille Ruh? Wo sind die Träume/ die uns zu vergnügen Bey brauner Nacht um unser Lager fliegen? Du selber schläffst/ o Schlaf/ wie ich vermeyne: Komm/ du des Todes Bild/ komm und erscheine/ Schleuß dieses müde Paar der Augen zu.
More by Hans Assmann von Abschatz
- Schau Wandersmann- hier lieget deines gleichen
- Schaue daß du nicht zu sehr dich die Hoffart zwingen läst
- Schaue was du fängest an
- Schertz-Gespräch zwischen Bruder und Schwester
- Schon/ o Tod- was zu dir kümmt
- Schönen- traut der Farbe nicht
- Seel-Ewig/ laß der Welt ihr Schwärmen/ Hüpffen- Geigen
- Seelen-Ermunterung