German poem
Wenn ich beklagte Tag und Nacht
by Hans Assmann von Abschatz (1646–1699)
Wenn ich beklagte Tag und Nacht Die Menge meiner herben Schmertzen/ Wenn sie mit Blutt von meinem Hertzen Gleich würden zu Papir gebracht/ So wird doch mehr als Schrifft und Mund Die Flammen/ die mein Hertze brennen/ Dein Auge geben zu erkennen/ Das meine Seele hat verwundt. Was kein Papir zu melden weiß Und meine Zunge muß verschweigen/ Wird dir zur Gnüge können zeigen Dein Bildins und des Spiegels Eiß.
More by Hans Assmann von Abschatz
- Wenn du mir/ Gott- die Sünd aus Gnaden hast vergeben
- Wenn du wilt haben der dir Dienste thut
- Wenn er kaltes Wasser sieht
- Wenn Gottes strenger Zorn ob angeerbten Sünden
- Wenn über alle Welt wird dein Gericht ergehen
- Wenn Wasser durch das Wort des Herren wird geweyht
- Wer allen zu bekant- ihm selber fremde lebt
- Wer auff Beständigkeit gerichtet seine Sinnen