German poem
Draußen und Drinnen
by Hans Bötticher (1883–1934)
In der Villa am Berg, die ob ihrer Pracht Im Dorf als „das reiche Schloß“ bekannt, Da hat man die Nacht durchjubelt, durchlacht Und an geistreichen Reden, an Speise und Trank Das kostbarste, edelste dargebracht; Da haben hundert Kerzen gebrannt; Da haben die Gläser geklungen; Da hat am Flügel ein blondes Kind Ein tiefergreifendes Lied gesungen. – – Und während denen, die dort vereint, Die Stunden traumhaft verronnen sind, Hat – draußen am schneeverwehten Tor – Ein armer Wanderbursch gelauscht Und – – bitter geweint.