German poem
Hinaus an den Strand will ich gehen
by Hans Bötticher (1883–1934)
Hinaus an den Strand will ich gehen, Wenn keiner wacht Das wilde Meer zu sehen Und die heilige Nacht.
Und wieder faßt mich das alte Weh –
Am Strand tanzt ein Boot. Das lockt mich hinaus in die tosende See, Fort, fort für immer von Haß und Not, In die See, in die Nacht, in das Glück, in den Tod.
Ich löse das Tau Und die Freiheit lacht Hinter Nebel und Grau. Und ich fahre jubelnd hinaus in die Nacht, Das Elend fliehend zu Tod und Glück.
Einmal nur blick ich zurück. Da winkt am Land Eine Freundeshand –
Und wie ich das seh, Da hab ich vergessen all Haß und Not. Es faßt mich wieder das alte Weh. Ich wende das Boot Zurück zum Land Und küsse die treue Freundeshand.