German poem
Klänge aus zwei Welten
by Hans Bötticher (1883–1934)
Weiche Finger auf den Tasten Spielten traumverloren. Brausend wogten aus dem Kasten Walzerstimmen, lustgeboren.
Und am Straßeneck, wo leise Wort und Ton im Wind verklingt, Sang ein Gassenbub die Weise, Wie das Volk sie singt. Abseits hielt ich still und lauschte Beiden Melodien, Daß mir’s, als das Spiel verrauschte, Wie ein Traum erschien. Und sie haben nichts gespürt Von dem fremden Wandersmann, Dem ihr Lied das Herz gerührt, Bis ihm Trän um Träne rann.