German poem
Der Gethmann’sche Garten zu Blankenstein
by Heinrich Kämpchen (1847–1912)
Ein kleines Eden nenn’ ich diesen Garten Mit seinen wundervollen Laubengängen, Die labyrinthisch-vielverschlungen drängen Zur gold’nen Fernsicht seiner hohen Warten. –
Der Pflanzen seh’ ich Hunderte von Arten, In winz’gen Formen und von Riesenlängen, Auf sanften Hügeln und an schroffen Hängen, Vom Fichtenbaume bis zum Moos, dem zarten. –
Auch Steingebilde, seltsam anzuschauen, Das Dämmerlicht scheint Leben zu verleihen, Sie lugen vor aus Wurzelknorren, grauen. – Schön bist du, Blankenstein, am Ruhrastrande, Doch schöner noch, du mußt es mir verzeihen, Durch deinen Garten, einzig hierzulande. –