German poem
Als er sie bey Zeiten zu lieben ermahnte
by Johann Christian Günther (1695–1723)
Komm, mein Engel, las uns lieben, Weil der Lenz der Jahre lacht; Las den Frühling nicht verstieben, Den die Jugend mitgebracht; Pflücke dir noch frische Nelcken, Eh sie mit der Zeit verwelcken.
Warlich, ein betagter Freyer Ist ein alter Vierzehnhut; Unsre Glieder fühlen Feuer, Und die Ader schwillt von Blut, Ja, kein Abgang unsrer Stärcke Schwächt uns in dem geilen Wercke.
Kluge Buhler rufen Heute, Wenn der Rabe Morgen schreyt, Und ermüden ihre Seite, Der die Faulheit nichts verbeuth, Bis die Lenden mit den Jahren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
More by Johann Christian Günther
- Als er sich über ihren Tod beklagte
- Als er sich über seinen Zustand beklagete
- Als er sich zu frey aufgeführet hatte
- Als er sich zur Gelaszenheit resolvirte
- Als er sie mit einer Bitte beschwerte
- Als er sie nach 4 Jahren wieder das erstemal empfing
- Als er sie seiner beständigen Treue versicherte
- Als er sie seiner beständigen Treue versicherte