Versos German Johann Georg Fischer Nur einen Mann aus Millionen!

German poem

Nur einen Mann aus Millionen!

by (1816–1897)

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Erheb’ Dich wie aus Einem Munde, Du Schrei der Noth nach einem Mann; Das deutsche Fahrzeug geht zu Grunde, Es fängt schon tief zu sinken an. Schon bog es hoffend um die Klippe, Schon nach dem Hafen ging der Zug, Da fiel auf der Bemannung Sippe Der Wahn, wie er noch Keinen schlug:

Sie riß herab der Einheit Fahne, O unerhörte Meuterei! Und Jeder schrie in seinem Wahne: So bin ich stark, so bin ich frei! – Du herrlich Schiff, so wohl gezimmert, Ist’s möglich? läßt es Gott gescheh’n, Daß Du verrathen und zertrümmert Und rettungslos sollst untergeh’n?

Tritt aus der Führer wildem Zanken Kein so antiker, ganzer Mann, Der den unsterblichen Gedanken Der deutschen Größe fassen kann? Der uns ohn’ Aufseh’n und Erbarmen Zusammentreibt im Schlachtenschweiß. Und dann mit unbeugsamen Armen Die deutsche Mark zu runden weiß?

Nur Einer aus den Millionen, So weit die deutsche Langmuth haust! Zum Heil der Völker und der Thronen Nur eine eisern harte Faust, Die wie ein Blitz durch alle Grade Empor sich zum Dictator schwingt Und die Rebellen ohne Gnade In’s starre Joch der Einheit zwingt!

Die, nicht erwägend und nicht wählend, Aufstelle das Columbusei, Daß nicht der Deutschen Schmach und Elend Ein Spottlied aller Völker sei! Komm, Einziger, Dir sei geschworen, Tritt auf, wir folgen Deiner Spur, Du letzter aller Dictatoren, Komm mit der letzten Dictatur!