German poem
An die Nymphen
by Johann Gottfried Herder (1744–1803)
Die ihr Thäler und Höhen bewohnt, ihr freundlichen Nymphen, Jene Thäler und Höhn, die der Geliebte betritt, Jene Auen, wo jetzt er Blumen, glückliche Blumen Bricht mit schöner Hand, grüßet mit freundlichem Blick; Nymphen des Silberbachs, die seine liebliche Stirn itzt Schauen; Weste, die ihm spielen im lockigen Haar, Waret ihr Menschen einst, ihr luftigen Geister und Nymphen, Fühltet ihr Freud’ und Leid je in der liebenden Brust, O so säuselt und rauscht und sagt ihm, was ich empfinde, Was, dem Geliebten fern, sehnend die Liebende fühlt.