German poem
An sein Herz
by Johann Gottfried Herder (1744–1803)
Mein Herz, mein Herz, das in Stürmen des Unglücks kämpft, Ertrage! trage! beut dem unfreundlichen Geschick die Brust; den Waffen der Feinde steh’ Entgegen und streite beherzt.
Und siegst du, rühme dich nicht des Sieges frech; Und sinkst du, seufze daheim nicht krank und schwach. Der Freuden freue dich und im Misgeschick Betrübe dich nie zu hart.
Erwäge, wie wechselnd Menschenschicksal sei. – – *)