German poem
Die Astern
by Johann Karl Wilhelm Geisheim (1784–1847)
Flora, alle deine Töchter, All’ die blühenden Geschlechter Deiner Frühlingsliebe, haben Todtengräber uns begraben; Eine, schön, doch ohne Duft, Nur noch schmückt der Schwestern Gruft.
Nicht mehr wehen dir die Lüfte Veilchen-, Rosen-, Liliendüfte; – Sternenbilder, Astern, glänzen, Pilger, nur dir noch zu Kränzen; Weisen auf das Ziel der Bahn Alles Irdischen hinan.
Werden auch die Astern sinken, Droben die dann werden blinken: Wirst nun dort dir Kränze flechten, Traulicher mit Himmelsmächten, Selig sein auch in der Nacht, Nun umstrahlt von Sternenpracht.