Versos German Johann Klaj I.R.I.F

German poem

I.R.I.F

by (1616–1656)

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Wer jener Weisen Reis'/ aus weit entlegnem Ort/ zu sehen träget Lust/ wie sie gen Salem fort gefolget Flügelschnell dem neuen Wunderstern/ der ihnen Weg und Steg bedeutet aus der Fern/ der komm'/ und höre zu/ wie Klajus solches weist. Das grosse Himmelsliecht/ das ewig wird gepreist/ für dem das Sonnenrad mit seinem Glantz erbleicht/ besagt/ wie Gottes Sohn sich unserm Fleische gleicht.

Wem anzuschauen liebt das trotzig' Angesicht Herodes/ welcher schnaufft nach Greuelhalsgericht/ der auf viel tausend Weis' unschuldig Blut vergeust/ und den/ daß er nicht all in Grund zernicht/ verdreust; wie manchen zarten Sohn/ den noch die Mutter kust'/ hab dieses Rasers Schwert erwürget an der Brust/ zerschmissen/ angespist/ geviertelt und zerstükkt: der komm' und hör es an/ von Klajus ausgedrükkt.

Wem zu betrachten liebt des Teutschlands Trauerfall/ das/ gleich dem Mutterhertz/ mit Threnen sonder Zahl/ betrübet/ ungestalt/ erschwartzet und verwildt/ schreit ob Herodis Grimm von neuem angebildt: der komm und höre zu/ wie Klajus dieses sagt/ und mit Kunstteutschem Vers die Grausamkeit beklagt. Komt dann/ wann morgen frü ist Chor und Predigt aus und alles Christenvolk sich wieder fügt nach Haus.