Versos German Johann Rist An Die allerfürtrefflichste und höchstberühmteste Drukker-Herren in gantz Teutschland

German poem

An Die allerfürtrefflichste und höchstberühmteste Drukker-Herren in gantz Teutschland

by (1607–1667)

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Die Herren Sterne / Gebrüdere / Den Herren Eltzevier

Den Herren Merian /

Sonnett.

GLük zu du tapfre Schaar / du Mutter der Gelehrten / Ihr Helden / hat daß Glük Euch hie zusammen bracht / Wo zweier Sterne Glantz macht hell die finstre Nacht? Wilkommen tausend mahl in Lüneburg der wehrten. Verfluchet müsten sein / welch’ Euren Ruhm versehrten / Der Euch / Ihr grossen Leut’ / hat grösser schon gemacht Als alles Gold der Welt / alß aller Stoltz und Pracht / Gesegnet bleiben die / welch’ Euren Preis vermehrten. Ihr habt die Barbarei verdrungen ritterlich / Ihr schaffet / daß die Kunst hoch steiget über Sich / Ihr pflantzet uns die Schrifft Ihr auserlesne Geister / Ihr Stern’ / Ihr Eltzevier / und Ihr Herr Merian / Habt wunder grosse Ding’ in diser Zeit gethan / Gantz Teutschland nennet Euch Sein’ allerbeste Meister.

Uberschrifft

An eben diselbe hochberühmte fürtreffliche Männer.

HOchteutschland / Niderland und unser altes Sachsen Die lassen grosse Leut’ in einem DreiEck wachsen / 30px Den unser Sachsen gibt die hocherfahrne Stern’ / Ein Licht / daß Seine Kunst läst gläntzen nah’ und fern. Der fleissig’ Eltzevier komt auß den Niderlanden / Sein Drukken macht die Schaar der Neider leicht zu schanden / Den Künstler Merian bringt uns der Mainstrohm her / Ein Mann / dem weder Witz noch Arbeit fält zu schwehr. Seht diseß Volk doch an / daß grössern Nutzen schaffet Als alles eitle Thun / wo sonst die Welt nach gaffet / Daß Teutschland / Niederland und unser Sachsen ziert / Wie / frag’ Ich / heist der Stern / der diseß Jahr regiert?