Versos German Josef Epple Der Galgenabbruch

German poem

Der Galgenabbruch

by (1789–1846)

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An alte Galge bei’r a Stadt Beschloß man abzutrage; Dieweil der weise Magistrat An neue will aufschlage. Baufällig ganz der alte sei Drum wöll mer ihn verschenke; Weg müeß er auf der Stell’ und glei Er taug nex mai zum henke.

Jezt meldt’se halt a Zimmerma Und bittet ganz demüthig: „Ihs Holz halt recht wohl brauche ka Drum sei ma doch so güetig Und geb mir’s – i will g’wiß derfür Mit Dank stets von ui spreche!“ Drauf sait der Roth: „so nehmt en ihr! Doch müeßt ern glei abbreche!“

Drauf kommt no oiner, sait, sei Frau Die thä in alz furt scheare Daß ear soll um den Galge au Ansueche bei de Heere; Er lauft aufs Rothhaus voller Neid, Schreit in der Amtsstub drinne: „Dean Galge thät i, froget d’Leut! So guet als (uir) verdiene!“