German poem
Gaminde weiß an allen einen Tadel
by Kaspar von Stieler (1632–1707)
Gaminde weiß an allen einen Tadel der ist ihr allzuklug und der ein Gekk/ der ist zu still' und der zu kekk der andre pflegts zurisch zuwagen und dieser läst sich schlagen. Die Arme müssen Kurz um weichen/ sie liebet um Verdienst die Reichen. Und keinem ist sie doch getreu Gaminde sich dich für. Die Zeit fleugt fort wie bald ist deiner Schönheit port. Was achts Gaminde: die der Leute lachen/ kan man zulezt zu Kupplerinnen machen.