German poem
Kritik
Da oben spielen sie ein schweres Drama mit Weltanschauung, Kampf von Herz und Pflicht: Susannen attackiert ein ganz infama Patron und läßt sie nicht.
Ich sitze im Parkett und zück den Faber und schreibe auf ob alles richtig sei; Exposition, geschürzter Knoten – aber ich denk mir nichts dabei.
Mein Herz weilt fromm bei jenem lieben Kinde, das lächelnd eine Kindermagd agiert: ich streichle ihr im Geiste sehr gelinde, was sie so lieblich ziert.
Nun sieh mal einer diese süßen Pfoten, dies Seidenhaar mit einem Häubchen drauf – es gibt da sicher manch geschürzten Knoten: ich löst’ ihn gerne auf.
Wer sagte da, daß ich nicht sachlich bliebe? (Nu sieh mal einer dieses schlanke Bein!) Begeisterung, Freude am Beruf und „Liebe“ –: So soll es sein!