Versos German Kurt Tucholsky Lützows wilde Jagd

German poem

Lützows wilde Jagd

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Was glänzt dort vom Walde im Sonnenschein? Hörs näher und näher brausen. Es zieht sich herunter in düstern Reihn, und gellende Hörner, sie schmettern drein und erfüllen die Seele mit Grausen. Und wenn Ihr die schwarzen Gesellen fragt: Es ist

Lützows wilde verwegene Jagd.

Was streift dort rasch durch den finstern Wald und jaget von Bergen zu Bergen? Es legt sich in nächtlichen Hinterhalt; das Hurra jauchzet, die Büchse knallt, es stürzen die jüdischen Schergen. Und wenn Ihr die schwarzen Jäger fragt: Es ist

Lützows wilde verwegene Jagd.

Die wilde Jagd und die deutsche Jagd auf Henkersblut und Tyrannen! Drum, die Ihr uns liebt, nicht geweint und geklagt! Das Land ist ja frei, und des Reimes wegen der Morgen tagt, wenn wirs auch erst sterbend gewannen! Und von Enkeln zu Enkeln seis nachgesagt: Das war

Lützows wilde verwegene Jagd.