Versos German Ludwig Eichrodt Sickingens Vermächtniß

German poem

Sickingens Vermächtniß

by (1827–1892)

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Einst lag die Welt in Nacht befangen, Kein hell Gestirn war aufgegangen, Nur eine matte Sternenpracht Hinflimmerte durch tiefe Nacht.

Jetzt ist die Leuchte angezündet, Der Tag erstritten und verkündet, Und nur ein Uebel wolkendicht Verdämmert uns das Sonnenlicht.

Jedweder sieht die Nacht gelichtet, Zur Sonn ist jeder Blick gerichtet, Wir harren, ob der Nebel sinkt, Der Strahl erwärmend zu uns dringt.

Wir spähen, tappen, rathen, suchen, Es geht ein Beten und ein Fluchen Umsonst besteigen wir den Thurm, Eins thut uns noth – es ist der Sturm.