German poem
Die drei Vögel
by Ludwig Ferdinand Schmid (1823–1888)
Ich sagte dem Tauber: Fleug', bis du entdeckt Die Blume mit wonnigem Duft, Die Herzen bezaubert und Liebe erweckt! Doch der Tauber: »Zu schwer ist die Luft.«
Dem Falken: Erspähe, was Herzen bezwingt; Und ist es versengendes Licht, Sei der Retter, der es dem Himmel entringt! Doch der Falke: »So hoch steig' ich nicht.«
Da sprach ich zum Geier: Nicht länger verwehrt Sei dies Herz dir mit seinem Leid; Nur lasse den Teil, der noch unversehrt! Doch: – »Zu spät« – war des Geiers Bescheid.
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