German poem
2. Kriegers Ahnung
by Ludwig Rellstab (1799–1860)
In tiefer Ruh liegt um mich her Der Waffenbrüder Kreis; Mir ist das Herz so bang und schwer, Von Sehnsucht mir so heiß.
Wie hab ich oft so süß geruht An ihrem Busen warm! Wie freundlich schien des Heerdes Gluth, Lag sie in meinem Arm!
Hier, wo der Flamme düstrer Schein Ach! nur auf Waffen spielt, Hier fühlt die Brust sich ganz allein, Der Wehmuth Thräne quillt.
Herz! Daß der Trost Dich nicht verläßt! Es ruft noch manche Schlacht. – Bald ruh’ ich wohl und schlafe fest, Herzliebste – Gute Nacht!