German poem
Der Mond die weißen Nachtwolken erklimmt
by Max Dauthendey (1867–1918)
Der Mond die weißen Nachtwolken erklimmt, Die Wasserrosen Wolke bei Wolke schwimmt; Die Nacht ist auf wandernden Mondschein gestimmt.
Manchmal stürzt ein Käfer zur Stille herein, Der surrende Schwärmer stößt den Kopf sich laut ein; Dann steht die Nacht wieder hintreibend allein.
Die Welt scheint tief heut in die Täler versunken, Der Mond nur hat wehenden Wolken gewunken Und erhitzten Nachtschwärmern, kopflos und trunken.