German poem
Verlernt hab' ich die Minne
by Max Dauthendey (1867–1918)
Mir ist, ich liege schlafen Im Traum, der ohne Ende. Im Leid ring' ich die Hände, Mein Meer hat keinen Hafen.
Mir ist, es hat verloren Das Leben mich am Wege. Kein Lachen wird mehr rege. Ich bin wie totgeboren.
Mir ist, – werd' ich heimkehren, Dann ich mich still besinne: Verlernt hab' ich die Minne. Wirst du sie neu mir lehren?