German poem
Wo deine Augen vor Nächten stehen
by Max Dauthendey (1867–1918)
Wo deine Augen vor Nächten stehen, Wo deine Ohren durch Stillen gehen, Brennen noch Welten und Willen im Dunkel: Hinter den weißen Sonnen gleißen und funkeln Schwarze Sonnen nächtiger Reiche.
Den Lebensmüden, Den Tagsonnemüden Beschleichen gierig die dunkeln Sonnen. Den Lebenswunden, Den Tagsonnewunden Umschleichen die Sonnen der Totenreiche.