Versos German Michel Buck Auf den Tod meines lieben Söhnleins Hermann

German poem

Auf den Tod meines lieben Söhnleins Hermann

by (1832–1888)

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Auf den Tod meines lieben Söhnleins Hermann. 9. März 1872.

Sobald der Stork so kommt und gôht Und oim koi’ Büable liega lôht, Klagt meanger Ma’: „wia gôhts doch leatz, Dear Jomer bricht mer schau’ noh s Heaz!“

Uff oi’ môl fluicht der Stork derhear Und sait: „dô hauni dei’ Begeahr, A Büable schö’ und kugelrund, Siggsch? Hebbs nu’ ouf, Gott bhüat ders gsund!“

Und d Freud ischt lout im ganza Hous, Ma’ geit en nobla Gvatterschmous, Ma’ lacht und sinnt schau’ hear und hi’, Und macht weitschichte graußi Plä’.

Ma’ ballt a rum, singt: „Reita Roß, Und z Ulm dô stôht a guldis Schloß; Doch parlat ear nu’ „ä und a“, Nôch moint der Dätte wunder wa!

Und s Büable grôht und gronat reacht, Ma’ lobts und sait: „bischt du a Kneacht! So geits it vill im Schwôbaland, Du gôhscht deim Vater bald an d Hand.“

Was gschieht? I gang der Arbet nô, Uff oi’môl, los, was hair i dô? A Schreia, daß mis inna fruit! Was saget se? S klei’ Büable zuiht.

I lauf glei, was i laufa ka', D Leut weichet ous und stauhnt nô na' Und luaget, was des Ding bedeut, Und frôget: „ischt dear Ma' au gscheid?“

Renn d Stiaga nouf in d Stuba nei’, Dô leit mei’ Kind in Gichterpei’, As thuat dô noh a Schneafzger drei – Und ous ischt s Leaba und verbei.

Stahnt stauchaweiß beim Bettle da’, Und wo mi nimma heba ka’, Dô sink i seall zum Stearba krank Zum Weib na’ uff da Stubabank.

Was ischt der Mensch und äll sei’ Luscht, Sei’ Freud, sei’ Sorg? Sag: „umasuscht,“ Wenns gotzig Büable gäh oim stirbt, Am Dolder oim der Bom verdirbt!

I hein a Weile füar me na’ Nôch guck i s Büable wieder a’ Und sag mit Job: „Der Hearr hôts gea’ Ear ka' mer s Gschenk au wieder nea’.

Bhüa Gott, mei’ Kind, bhüa Gott, mei’ Schatz, Dô nimm au noh da letschta Schmatz. Mer könnet s Weile schau’ verwata, Nôch trait müs au ins Mesmers Gata.“