Versos German Moritz Gottlieb Saphir 8. Goldfischleins Schattenglück

German poem

8. Goldfischleins Schattenglück

by (1795–1858)

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Goldfischlein spricht: „Mir ist beschieden Ein kaltes Reich, ein kaltes Blut, Nicht jedes Liebesglück hienieden Wird nur geweiht in heißer Gluth. Und ruhig, wie die Fluth im Abendschimmer, Wohnt Liebe ruhig in der Brust mir immer.

Nicht mein kann der Geliebte werden, Nur desto reiner lieb’ ich ihn, Es zieht ihn ewig nur zur Erden, Mich wird’s zur Welle ewig zieh’n; In ird’ scher Gluth wird er mich stets begehren, Aus laut’ rer Brust werd’ ich ihn stets verehren!

Mir g’nügt’s, wenn spät im Abendscheine Die Sonne, die schon abwärts strahlt, In meine Fluth, die spiegelreine, Den Schatten des Geliebten malt; Wenn wesenlos sein Bild, das ideale, An meine Brust sich wirft im Geisterstrahle.“