German poem
Kennst du den Zwang, der Sterne um Sterne dreht
by Otto Erich Hartleben (1864–1905)
Kennst du den Zwang, der Sterne um Sterne dreht? Kennst du die Gluth, die Sonnen entflammt zum Licht? – Du siehst nach stillem Lenzeswerden freudig unsterbliche Fruchtgestaltung.
Du fühlst der Liebe heiliges Wunder, fühlst den Gott im Menschen, der dir das Schwert verliehn, zu Höchstem Kraft und heisses Trachten und den unendlichen Zug nach Freude!
Vollendungsfreude schmettert den Jubelton des Sieges durch die ringende Wuth des Alls Wohl stösst dein Blick an graue Wolken – droben gewölbt steht ewige Klarheit.
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