German poem
Morgentraum
by Otto Erich Hartleben (1864–1905)
In den wachen Morgentraum sprühen tausend Silbersterne; draussen auf den raschen Strassen drängt sich lärmend schon das Volk.
Auf den Plätzen sengt die Sonne, brütet schon der Dunst des Staubes – in den wachen Morgentraum sprühen tausend Silbersterne.
Milder Lichtschein, güt'ge Ruhe, kühl und heilig-still die Lüfte: Durch die dunkelklaren Welten hallen lange Glockentöne in den wachen Morgentraum.