German poem
Abendstimmung
by Paul Heyse (1830–1914)
Nun versprühn die Strahlengarben, Dämmrung deckt die Höh'n und Tiefen. Todesbleich und aschefarben Sehn herüber die Oliven.
Lautlos faltet schon zusammen Jeder Uferwind die Flügel; Der Zypressen dunkle Flammen Züngeln still empor am Hügel.
Rings die Welt in falbem Lichte; Aus dem Laub nur dunkelhelle Leuchten noch wie Zauberfrüchte Der Orangen goldne Bälle.
Grüßt mir, sanfte Zithertöne, Das Gesicht mit blassen Wangen, Das in mondenklarer Schöne Liebevoll mir aufgegangen!