German poem
Drunten auf der Gassen
by Paul Heyse (1830–1914)
Drunten auf der Gassen Stand ich, sein zu passen; Schlugen Nachtigallen An den Fenstern allen, Und ich blieb alleine Bei der Blitze Scheine, Bis die Nacht gewichen, Und da bin ich frierend heimgeschlichen.
Über meine Wangen Ist der Tau gegangen, Und nun lös' ich stille Meiner Locken Fülle. Daß ein Sturm erginge, Sich darin verfinge, Mich zum Himmel trüge – Weit hinweg aus dieser Welt der Lüge!
More by Paul Heyse
- Die Tage schleichen an uns vorüber
- Die Träne quillt nicht mehr. Im dürren Staube
- Dies junge braune Schelmenangesicht
- Dilettantismus
- Du hast, mein Herz, Zeit meines Lebens mir
- Du mußt am Tische dieser Welt nur auch kein Kostverächter sein
- Du weißt es wohl, ich lebe nicht mehr gerne
- Durch die Ferne, durch die Nacht