Versos German Paul Speratus In got gelaub ich das er hat

German poem

In got gelaub ich das er hat

by (1484–1551)

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In got / gelaub ich das er hat / auß nicht geschaffen hyml vnd erden. Kein not / mag mir zu fugen spott / er sycht das er mein bschutzer werde. Zu aller frist / almechtig ist / sein gwalt mus man bekennen / lest sych eyn vater nennen. Trotz wer mir thue / der ist mein rwe. Todt sund vnd hel / keyn vngefel Widder dysen Gott kan bryngen. O herre Got / vor frewd mein hertz muß auffspryngen.

Auch ist / mein glaub yn Jesum christ / sein son / vom heyligen geist empfangen. Gerust widder al sunden list / wolt stan / darumb yst er außgangen. Von edler art / der yungfraw tzart / Maria hatt geboren / den son Got ausserkoren / das er auch meyn / vnnd yedem seyn empfencknus vnd / geburt macht gsund. Solt eyn weg zum vater bawen. O herre got wem wolt vor dir ymmer grawen.

Auch das / er lydt dadurch genaß / all welt / am creutz yst willig gestorben. Nit baß / mocht werden todes haß / abstelt / wan hie ist gnad erworben. Er ward gelegt / ym grab bedeckt / dadurch al sund begraben / den nutz den solt ich haben. Sucht nit das seyn / sonder das meyn / erkenn sein gunst / das er vmbsonst. Solche gnad hatt wöllen tzeygen. O herre got / nun byn ich gwyß gar dein eygen.

Zu hell / niddergestigen schnell / fur mich / das ich darein nit fare. Ir stel / zurbrach mit starker schwel zu sych / nam er der vetter schare. Sich zu den gwalt dem schlangen kalt / hatt er mit gewalt erstöret / darvmb seyn blut verreret. Keyn forcht meer sey / vns allen bey / der teuffel kan nit schaden thun. Wann er yst ewig gefangen / O herre Gott / wem wolt nach dir nit belangen.

Wiewoll der todt hett yhn eynmall / verschlickt / noch kund er yn nit halten. Gwalts vol am dritten tag nun soll / erquickt / ynn seyn erclerte gstalte. Ein könig fron / yn seynen thron / ym geist sein volck regiren / das soll mein glawb beruren. Vnd hangen dran / on abelan / es ist mein trost / mein heyl es kost. Mit yhm byn ich aufferstanden. O herre Gott / behut mich von todes banden.

Aufffur / nach warem gottis schwur / von hyn gen hymml an vatters seitten. Sitzt zur gerechten yn der kur / vernymm ein Kunig yn ewig zeite. Er stehet fur mich / dasselb glaub ich / sol niemant anders suchen / das mich nit treff der fluchen. Wer suchet rad / yn seyner nott / dann nur alleyn / vonn Gott muß seyn. Ewigklich ynn seynem tzoren. O herre Gott / wem der nit hylfft yst verloren.

Von dan / als ich nit zweyffel hann / er wurdt / am ynngsten tag herkommen. Muß stan / vor yhm mit seynem thon / herfur der böß vnd auch der fromme. Todt lebendig / ym augenblick / er wurdt vns alle richten / da hilfft nit außred dichten. Kompt her zu mir / erwelten yr / ghet weyt dorthyn / den ich feind byn. Also wurdt er vrteyll felen / O herre Gott / erbarm dich vor dysem stellen.

Glauben muß ych yn heyligen / geyst got / dem vatter gleich vnd sone. Wer den / yn yhm wurd nit haben / leyd spott / wann des wurd gott nit schonen. O heyliger geyst / vns gnaden leyst / erweck / leytt vnd erleuchte / durch vnd yn Christo feuchte. Schaff lebendig / ym gmut heylig / das wir yn dir mit hertzengir. Gottis grossen namen ehrn. O herre gott / den glawben woll yn vns mehren.

Das soll / man auch gelawben woll / eyn kirch / ym geyst mus man sye kennen. Got hold / der genaden reichlich voll / nit furcht / das sye der teuffel trenne. Heilig gemein / welch hat alleyn / vergebung aller sunde / der fridt yst gottis kynden. Zu letzt behend / des fleysch vrstend / eyn lebenn frey / das ewig sey / dort yn yener welt voll freuden. O herre gott / verleych vns auch dyse weyde Amen.