German poem
Die Hand an meiner Rechten
by Peter Rosegger (1843–1918)
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Die Hand an meiner rechten Seiten Ist lobenswert zu jeder Stunde, Sie holt das Brot aus allen Weiten Und führt es zärtlich mir zum Munde.
Und ballt die Linke, Unerzogne, Sich hinterm Rock, wenn Gäste nahen, So weiß die Rechte, Wohlgepflogne, Mit edlem Anstand zu empfahen.
Und nahen schlechtgesinnte Mächte, So greift sie rührig zu den Waffen, Und weiß mit ritterlichem Rechte Mir Schutz und Frieden zu verschaffen.
Und weil sie gütig von dem Hehren Als treue Freundin mir gesendet, So ist sie auch in allen Ehren Der Küsse wert, die man ihr spendet.
Und trotzdem leider ist sie heute Der Linken weit zurückgeblieben, Denn dreist hat sie, und nicht gescheute, Ihr eigenes schales Lob geschrieben.