Versos German Philipp von Zesen Das Erste Lied

German poem

Das Erste Lied

by (1619–1689)

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Ferdinand/ du Großer Keyser/ Dem die Götter allzumahl Palmen- und Oliven-Reyser Schicken aus dem Himmels-Saal; Höre gnädig was wir bringen und vor deinem Throne singen. Schaue/ wie der Himmel blickt und sich zu dem Frieden schickt.

Alle Thäler/ Berg' und Wälder/ Echo selbsten von Natur/ Alle Hügel/ Brüch' und Felder/ Alle Gründe ruffen nur: Friede/ Fried' in allen Landen unserm Großen Ferdinanden! Schaue! wie der Himmel blickt und sich zu dem Frieden schickt.

Oder/ Donau/ Muld' und Pleisse/ Havel/ Elster/ Elb' und Saal'/ Ja der Bober/ Bill' und Neisse/ So dir dienstbar allzumahl/ Ruffen/ Fried' in allen Landen unserm Großen Ferdinanden! Schaue! wie der Himmel blickt und sich zu dem Frieden schickt.

Wasser/ Erde/ Lufft und Himmel Seyn des Krieges alle satt: Hör ich nicht ein still Getümmel/ Wie das milde Sternen-Blat unsern Großen Ferdinanden Friede zeigt in allen Landen? Schaue! wie der Himmel blickt und sich zu dem Frieden schickt.

Nim was dir der Himmel zeuget/ Was du längst begehret hast/ Der sich gantz zum Frieden neiget; Ach! so seyn wir schon gefast/ Dich/ O Keyser anzusingen/ Daß die Wolcken sollen klingen. Schaue/ wie der Himmel blickt und sich zu dem Frieden schickt.

O! du Gott Europens Erden/ Herr/ vor dem der Mond verbleicht/ Dem die Starcken dienstbar werden/ Dem kein Gott auff Erden gleicht/ Fahre fort! Gott gebe Glücke/ Daß dein Reich der Fried' anblicke! Mache Fried'; Ein jedermann/ Ruffet/ wer nur ruffen kan.