German poem
Brunnen
Ganz verschollen ist die alte, holde Brunnenpoesie, da aus Tritons Muschelspalte eine klare Quelle lallte, die den Gassen Sprache lieh.
Abends bei den Röhrenkasten sammelte sich Paar um Paar, weil der Quelle lieblich Glasten und ihr Laut der tiefgefaßten Neigung süßes Omen war.
Aber als durch Menschenmühn dann Wasser treppen aufwärts stieg, und kein Paar kam: Misogyn dann ward der Gott; es schlich sich Grünspan in die Muschel,--und er schwieg.