German poem
Sankt Sebastian
Wie ein Liegender so steht er; ganz hingehalten von dem großen Willen. Weit entrückt wie Mütter, wenn sie stillen, und in sich gebunden wie ein Kranz.
Und die Pfeile kommen: jetzt und jetzt und als sprängen sie aus seinen Lenden, eisern bebend mit den freien Enden. Doch er lächelt dunkel, unverletzt.
Einmal nur wird eine Trauer groß, und die Augen liegen schmerzlich bloß, bis sie etwas leugnen, wie Geringes, und als ließen sie verächtlich los die Vernichter eines schönen Dinges.