Versos German Richard Dehmel I

German poem

I

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Mein Gott hat mir gesagt: „Sohn, man muß Mein sein! Mein! Sieh meine durchbohrte Brust, mein strahlend, blutend Herz, und meine wunden Füße, die Magdalenens Schmerz mit Tränen wusch; und siehst, siehst die große Pein meiner Arm-und-Hände durch deine Sündenschuld, siehst das Kreuz, die Nägel, und spürst und fühlst und glühst, daß diese bittre Welt des Fleisches nichts versüßt als Mein Fleisch und mein Blut, mein Wort und meine Huld.

War ich nicht Dein, mein Sohn, dein bis in den Tod? mein Bruder du im Vater, mein Kind, mein Sohn im Geist! Und hab ich nicht geduldet, wie die Schrift verheißt? Hab ich nicht geschluchzt für deine Angst und Not? Und war mein blutiger Schweiß nicht der Schweiß deiner Nächte, mein Freund, mein armer Freund du, der gern zu mir möchte!“