German poem
Iv
Was aber tönt noch immerfort wie Klagen? Was murrt und schluchzt, wenn die Anker tauchen? Was stöhnt, wenn die Frachtspillketten aufstauchen, während die Dampfersirenen wie brüllende Bestien fauchen, die Baggermaschinen ihr Hundegeheul anschlagen.
Ist es der Grundton ewiger Grausamkeit, der qualvoll selbst aus unsern Werkzeugen ächzt? O Menschenkind, das nach Vergöttlichung lechzt, hör nur, wie deine Machtgier teuflisch gen Himmel krächzt, die dich und deinesgleichen im Namen der Menschlichkeit gesetzlich peinigt und sittlich maledeit!
Dann starren die Häuserreihen rings um die Hafenbecken dich an wie Folterkammern, wo Angst, Wut, Jammer, Schrecken vom Keller bis zum Dachfirst gellt, wo jeder den andern martert, Verbrecher zugleich und Richter, höchstens daß mittendrunter einsam ein Denker, ein Dichter sich selbst abquält mit Allbeglückungszwecken; so büßt der Weltgeist seine Welt.