German poem
Iv
-- Herr, Herr, zuviel! ich wag’s nicht. Ich Dein? Wer? ich, und Dein? Nein, nein, nur zagen darf ich; doch wagen -- nein! ich bebe! ich will nicht, ich bin unwert! Ich Dein? Du Kelch und Rebe, du aller Heiligen Herz, du liebreich Brot und Wein, du aller Gnadenwinde ungeheure Rose, du Eifrer Israels, du lichter Falter, dem nur die junge Blume der Unschuld angenehm: und ich soll Dein zu sein vermögen? ich lichtlose
Schlacke, ich Frevler, Dein? Herr, bist du rasend?! Ich Befleckter, dem die Sünde Beruf ist, der -- o Fluch -- in allen seinen Sinnen, Gefühl, Geschmack, Geruch, Gehör, Gesicht, ja im Gewissen selbst nicht Dich, in seiner Buße selbst nur, ach, die Wollust fühlt, womit der alte Adam nach neuen Lüsten in ihm wühlt!