German poem
Und lichter als der lichte Tag im Zimmer
Still sinkt ihr Arm von ihren braunen Brüsten, die Lichter schauern immer schimmernder; sein Blick erbebt, als ob sie lodern müßten. Die Blumen atmen immer flimmernder. Die Sterne an den silberblauen Wänden erstrahlen wie in keiner Nacht so blank. Still nestelt sie am Goldband ihrer Lenden; sein Körper spannt sich unter innern Bränden, wie eines Kämpfers straff und schlank. Still schaut sie auf; er muß die Augen schließen. Still weht ein Flor zu Boden. Er will sehn! Er sieht nur, wie zwei Augen Licht ergießen, zwei dunkle Augen, die ihm zugestehn – still – was er will. Er will sie ganz mit seinem Blick erkennen; er sieht sie ganz nach seinem Blick entbrennen. Er will nichts mehr als stehn und stehn und still in ihre Seele sehn. Er steht und muß die Hände heben, als blende ihn das ewige Leben; und dunkel rauscht der Weltraum. Da
und alles rauscht tief innerlich. Zwei nackte Menschen einen sich.